Dies ist die wahre und bewegende Geschichte des Soldaten Anton Steinacher (Bild rechts) aus dem zweiten Weltkrieg. Eine chronologisch gereihte Sammlung von 38 Feldpostbriefen berichtet über seine Erlebnisse in diesen schweren und zugleich prägenden Jahren von 1940 – 1945.

Feldpost

38 Feldpost-Briefe von 1940 bis 1945

Feldpostkuvert

Links zu sehen ist das Kuvert, mit welchem der Feldpostbrief vom 3.7.1941 direkt von der Front zu Beginn der Rußland-Offensive von Anton Steinacher an Lisl Glanninger geschickt worden ist. Den Inhalt des Briefes können sie hier lesen. Dieser Brief beschreibt ein besonderes historisches Ereignis.

Landkarte

Örtliche Zuordnung der Briefe

Vorwort

Anton Steinacher, geboren am 28.1.1911 in Gruberau (Sulz im Wienerwald) und gestorben 1997 in seinem Haus in Breitenfurt bei Wien, musste nach seiner Kaufmanns-Lehre und beruflichen Tätigkeit bei Fa Meinl in Purkersdorf als 29 jähriger Rekrut in Bad Reichenhall einrücken. 38 Feldpostbriefe, geschrieben von Anton Steinacher im Zeitraum vom 29.9.1940 bis 3.12.1945, erzählen über diese Zeit. Sehr bald nach Kriegsende arbeitete Anton Steinacher als Filalleiter bei Meinl in Mariazell. Jahre später übernahm er im selben Unternehmen eine Tätigkeit in der Zentrale in Hernals (Wien 17), wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Nach dem Tod von Anton Steinacher starb wenige Jahre später auch seine Frau Anna, geb.Duscher. Sein Neffe und Erbe Christian Steinacher kümmerte sich in den letzten Jahren um die Beiden.

Als Autor und Sohn von Christian Steinacher, habe ich bei der Entrümpelung des Hauses am Dachboden eine alte verstaubte Kiste mit interessantem Inhalt gefunden. Den Inhalt finden sie hier auf dieser Website abgebildet.

Geboren am 15.3.1979 in Vorau / Steiermark, wuchs ich als geschichtsinteressierter junger Mann in Wien auf. Seit jeher haben mich Berichte und Geschichten unserer Vergangenheit fasziniert. Der Gedanke, sich vorzustellen, was beispielsweise vor 100 oder gar 1000 Jahren genau an diesem Ort passiert ist, an dem wir uns heute tagtäglich bewegen, fasziniert mich immer wieder. Insofern war der Fund dieser Kiste für mich gleichzustellen mit einem archäologischen Fund eines ägyptischen Grabmals.

Fasziniert vom Inhalt dieser Briefe, begann ich in mühevoller Kleinarbeit, die Briefe zu entziffern, chronologisch zu sortieren und in digitalisierter Form niederzuschreiben.

Dieses Buch widme ich allen leidtragenden Menschen des II. Weltkrieges. In der Hoffnung, dass sich so etwas nie wieder ereignen solle, ist es mir ein Anliegen, dazu aufzurufen, dass wir alle menschliche Lebewesen mit Gefühlen sind, egal um welche Rasse, Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und sonstige Unterscheidung es sich handelt. Leider hört man auch heute immer noch tagtäglich in den Medien, dass der Mensch rund um den Globus aus seinen Fehlern der Vergangenheit, nichts dazu gelernt zu haben scheint.

Original Feldpostbrief zur Ansicht:

Angemeldete Benutzer können sich hier einen Feldpostbrief vom 3.7.1941 von Anton Steinacher ansehen.